Hallo zusammen,
einerseits, um den Februar zu retten, damit er nicht als «Erster Monat ohne Blogeintrag» in die Geschichte dieses Blogs eingeht und andererseits um so aktuell wie möglich zu sein, schreibe ich einen Blogeintrag von der BASTA! 2015 in Darmstadt. Das wird kein technischer Blog werden. Mehr ein Eventblog. Ein Erlebnisblog.
Das Hotel ist wie immer gut, das Frühstück hervorragend, den Rest könnt ihr bei holidaycheck oder booking.com lesen.
Die BASTA! ist die grösste und führende Konferenz für .NET- und Webtechnologien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ich bin dieses mal wie letztes Jahr zwei Tage auf der Veranstaltung. Der erste und der letzte Tag der Konferenz sind sogenannte «Power-Workshops». Hierbei geht es von 0900-1700 Uhr um ein meist sehr weitreichendes Thema. Die übrigen Tage werden völlig unterschiedliche Sessions angeboten, in die man sich setzen kann um in meist 45 Minuten aktuelles, neues und spannendes zu erfahren. Ich nehme den Montag (Power-Workshop) und den zweiten (normale Sessions) mit. Letztes Jahr habe ich mir AngularJS angesehen (was mich immernoch fesselt und begeistert). Dieses Jahr gehe ich mehr in die ALM-Richtung und schaue mir 7 (!) Stunden «Team Foundation Server: Von der Idee bis zur fertigen Software» an und bin jetzt schon sehr gespannt. Ich setze den TFS schon seit langer Zeit privat ein und ich bin mir sicher, dass ich nichtmal ansatzweise das aus ihm herausgeholt habe, was er mir bietet…
Ich werde es sehen. Ich werde es schreiben. Ihr werdet es lesen. Bis dahin findet ihr den Zeitplan hier.
[*** KURS ***]
So, gegen Ende des Kurses muss ich sagen, dass mir der TFS genau die Lösungen zu den Problemen bietet, die mir im Alltag immer wieder begegnen. Was er alles noch dazu kann mag ich gar nicht erahnen, aber sein mir heute gezeigter Funktionsumfang ist überwältigend. Wenn wir SCRUM als Prozess im Hintergrund haben und über die Schritte der Anforderungsanalyse, des Umsetzens und des Feedbacks gehen, ist TFS allein mit dem SCRUM-Template das Mittel der Wahl.
Das Anlegen von Product-Backlog-Items und das Verwalten davon ist alles online mögllich. Auch das Aufteilen von PBIs in Tasks ist kein Problem. Schätzungen und auch Zuweisungen auf die Personen (Achtung, kein SCRUM falls das Item nicht unter Bearbeitung ist 😉 sind möglich.
Man kann neue Features bewerben mit einem Plugin für Powerpoint, in dem man Storyboards entwirft, die das neue Feature beschreiben, um es eventuell dem Management vorzustellen. Abgespielt werden Folien, die kleine Filme ablaufen lassen wann man wo klicken müsste, und die zeigen, wie das Feature nachher aussehen sollte. Das kann man an ein Product-Backlog-Item als Attachement anhängen sowie Bilder, Text, Screenshots, Links etc.
Sogar Resourcen-Management ist kein Problem. So können Sprints und die Menge der PBIs, die ein Team in diesem Umsetzen kann genau geplant werden. Vorausgesetzt, jeder hat seine Verfügbarkeit eingetragen 😉
Verwaltet werden die Sprint-Backlog-Items während dem Sprint über eine Liste oder das bekannte, jedoch in dem Fall virtuelle, Board. Der passende Sprint-Backlog kann automatisch aufgrund der vorhandenen Resourcen angelegt werden.
Die PBIs sind über das Visual Studio verknüpft und können automatisch über das Visual Studio aktualisiert werden. Beispielsweise nach einem Checkin wird ein PBI automatisch auf «Done» gesetzt, wenn man das möchte. Auch die Spalten «To Do – In Progress – Done» sind variabel, falls man eventuell eine zusätzliche «Blocked» Spalte einführen will.
Es ist ein Excel-Plugin vorhanden, was die Daten in Excel darstellt und im Hintergrund automatisch die PBIs online aktualisiert. Somit ist sogar dem Firmen-Management geholfen 😉
Viele Aktionen stellen Verbindungen mit Emails bzw. Alerts zur Verfügung, in dem man bei neuen Bugs oder nur Statusänderungen von Items Emails senden kann. Ist ein Sprint vorrüber kann man Kunden mit dem Feedback-Client zu einem Feedback (Feedback-Request) einladen, sie können ihre Meinung mit Videos, Screenshots, Kommentaren etc. verknüpfen und an den TFS senden. Daraus entsteht ein Feedback-Response-Result, welches unter Umständen zu einem neuen PBI gewandelt werden kann. Auch automatische Tests lassen sich mit dem Testmanager erstellen und geordnet ablegen und abspielen. Hierbei spielen die «Steps to reproduce» eine Rolle, die wieder mit Videos, Screenshots etc. belegt werden. Auch die Auswertung (nicht nur der Tests) ist kein Problem in Form von Reports, Charts etc. Falls man möchte kann man die Charts auf auf die Startseite legen, damit jeder Entwickler im Browser weiss wieviel Tests fehlschlagen etc.
Automatische Builds sind natürlich auch ein Feature, wenn nicht das essentielle Feature, des TFS. Hierbei wird man automatisch benachrichtigt, wenn etwas fehlschlägt, kann Fake-Builds-Triggern, kann zu Reviews einladen (je nach VS-Version) und kann auch Shelvesets Pre-builden lassen und automatisiert beim erfolgreichen Build und allen erfolgreich durchgelaufenen Tests committen.
Das waren nur einige der Features, die der TFS mit sich bringt. Alle hier zu schreiben ist fast unmöglich.
Vielleicht noch wichtig zu wissen ist, dass das Online-TFS-Team von Microsoft alle 3 Wochen einen neue Version bringt. Sie arbeiten nach SCRUM mit 3 Wochen Sprints. 😉 Es können also alle drei Wochen neue Buttons etc. dazukommen. Was ein Grund mehr ist ab und an mal reinzuschauen.
Weiter: Das komplette TFS-Online-Team (Das sind rund 200 Leute) benutzen ebenso TFS-Online. Somit sind sie sehr daran interessiert, dass das Ganze auch weiterhin gut läuft 😉 UND: Sie haben GIT verwendet und ihre vorige History weggeworfen! Somit: GIT ist auch mit dem TFS auch kein Problem 😉
Zusammenfassend merkt man, dass Microsoft den Entwicklern zugehört hat. Viele Änderungen stellen aktuelle Use-Cases dar. Auch die Hilfe geht von statischen Text in Workflows über, die kleine Prozesse darstellen wie man ein konkretes Problem lösen kann.
Natürlich stehen nicht alle Features in allen Visual Studio Versionen zur Verfügung. Auch hier ist man mit VS-Ultimate am Besten bedient.
Was dieser TFS wirklich alles kann, so habe ich den Eindruck, kann selbst in einem 7-stündigen Workshop nicht herausgestellt werden (Er ging übrigens 8 Stunden…). Trotzdem habe ich mehr als einen kleinen Eindruck bekommen, wie mächtig dieses Mittel ist. Obwohl ich ihn privat schon nutze…so ein paar Kniffe und Tricks mehr werden es in den nächsten Tagen werden.
Morgen kommen die Sessions. Bis dahin muss das an Inforomation reichen 😉
Danke für’s Lesen.
Gruss
Fabian
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