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Aufbau neuer lokalen Präsenz im Rheintal


Aufbau neuer lokalen Präsenz im Rheintal
Noser Engineering ist bereits seit 1984 in der Schweiz tätig. Zum Standort in Winterthur kamen 1999 die Filialen Luzern und Bern dazu. Nun setzt das Unternehmen erneut einen bedeutenden Meilenstein in seiner Firmengeschichte und verstärkt die lokale Präsenz im Rheintal. Markus Gübeli ist verantwortlich dafür. In einem Interview wollen wir mehr über ihn und seine Aufbaupläne erfahren.

 

Hallo Markus. Zuerst möchten wir mehr über deine Person erfahren. Woher kommst du? Welche Erfahrungen bringst du mit?

Viele Jahre war ich bei internationalen Firmen in R&D- und Business-Development-Funktionen tätig. Ich habe internationale Entwicklungsorganisationen geleitet und kenne ihre Bedürfnisse, die Branche und den Wettbewerb. Genau diese Zielgruppe gehört heute zu unseren Schlüsselkunden.

Ursprünglich bin ich Elektroingenieur ETH und befasste mich während meiner gesamten beruflichen Karriere mit mechatronischen Lösungen und Software-Systemen. Die letzten vier Jahre war ich als Innovationsberater im B2B-Bereich und deshalb an der Schnittstelle zwischen Technik, Organisation und Geschäft tätig.

 

Wieso hat dich diese Herausforderung bei Noser Engineering für den Ausbau der lokalen Präsenz im Rheintal interessiert? Welche Verbindung hast du zum Rheintal?

Ich mag Herausforderungen und bin immer offen für Neues. Obwohl ich zusammen mit meiner Frau und unsern vier Kindern in der Zentralschweiz wohne, bin ich sehr flexibel unterwegs. Ich habe keinen festen Arbeitsplatz. Vorteil ist: ich bin im Rheintal aufgewachsen,  meine Eltern wohnen immer noch dort, und so kenne ich die Rheintaler-Mentalität. Die Rheintaler sind unternehmerisch, weltoffen und innovativ, auf der zwischenmenschlichen Ebene aber auch anders als in typisch urbanen Zentren. Zum Beispiel ist die Kommunikation ungewöhnlich direkt oder die Integration in Seilschaften kann längere Zeit in Anspruch nehmen.

 

Noser Engineering verfügt bereits über Filialen in Winterthur, Root LU und in Bern. Damit hat das Unternehmen die Schweiz bereits gut abgedeckt. Wieso setzt Noser Engineering nun auch noch auf die verstärkte lokale Präsenz im Rheintal?

Auch Noser Engineering will sich weiterentwickeln und wachsen. Das Unternehmen hat verschiedene Möglichkeiten geprüft. Der Entscheid fiel aufs Rheintal, weil dort überdurchschnittlich viele mechatronische, industrielle Firmen ansässig sind, deren Produktfunktionen vermehrt durch Software unterstützt werden. Noser Engineering verfügt über einen starken industriellen Background und deckt so die gesamte IoT-Kette von Embedded- über Cloud- bis App-Anwendungen ab. Also eine perfekte Ausgangslage.

 

Wieso denkst du, dass diese Unternehmen einen Bedarf für unsere Dienstleistungen haben werden?

Der übergeordnete Trend geht in Richtung Software und Digitalisierung. Viele Firmen im Rheintal sind Weltmarktführer und werden kontinuierlich innovieren und investieren. Sie werden ihre Produkte in die digitale Welt führen und – wie oben erwähnt – mittels Software zahlreiche zusätzliche Features anbieten können. Die lokale Zusammenarbeit mit Noser Engineering Rheintal wird die Kunden befähigen, neue SW-Lösungen zielgerichtet, schnell und effektiv zu realisieren.

 

Wie soll sich die Präsenz im Rheintal in das bestehende Unternehmen integrieren?

Noser Engineering will weiterhin nahe beim Kunden sein. Als Start-up-Unternehmen will Noser Engineering im Rheintal die Erfahrungen und Kompetenzen von Noser Engineering nützen und gleichzeitig ein eigenständiger Bereich sein, der sich auf lokale Gegebenheiten ausrichten kann. So sind wir für das Rheintal kompetitiv und gut aufgestellt.

 

Wie gehst du beim Aufbau vor? Was sind deine Pläne?

Momentan laufen parallel verschiedene Aktivitäten, die den Aufbau betreffen. Ich habe angefangen, Kunden zu besuchen, Aufträge reinzubringen und mein Netzwerk weiter aufzubauen. Gleichzeitig suchen wir neue Mitarbeitende und evaluieren einen möglichen Standort.

 

Wie viele Mitarbeitende werden im Rheintal beschäftigt sein?

In diesem Jahr wollen wir bereits eine Handvoll neue NOSERs einstellen können. In nützlicher Frist sollen es über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden. Denn wir wollen lokale Kompetenzen aufbauen und benötigen eine optimale Grösse für Flexibilität und technologischen Tiefgang, um unsere Kunden nachhaltig zu bedienen.

 

Was ist deine grösste Herausforderung?

Software-Ingenieure zu finden, die in einem Start-up-Unternehmen arbeiten wollen. Herausragende Entwickler in einer Anfangsphase zu finden ist schwierig. Ausserdem suchen auch unsere Kunden Software-Fachkräfte. Hier besteht die Schwierigkeit, den Kunden zu erklären, dass wir nicht in Konkurrenz zu ihnen antreten, sondern ihnen helfen wollen. Die nötigen Software-Kompetenzen werden in Zukunft komplexer werden, und industrielle Firmen werden es schätzen, diese zusammen mit einem verlässlichen Partner aufzubauen. Genau hier soll Noser Engineering Rheintal zum Zug kommen. Wir wollen Kompetenzen bündeln und an einem Ort aufbauen. Wir generieren attraktive Jobs, damit die jungen Leute nicht abwandern.

 

Markus, wann findet der offizielle Startschuss statt?

Am Montag, 20. Mai 2019 erfolgt der offizielle Startschuss mit einem Event statt. Dieser Event wird der wichtigste Kristallisierungspunkt sein. An diesem Launch im Technologiepark Liechtenstein sind Kunden, Freunde und Partner zu einem spannenden Keynote-Referat eingeladen. Anschliessend gibt es Gelegenheit für Austausch und Networking.

 

Zum Abschluss möchten wir dich fragen, was dein Erfolgsrezept ist.

Eigentlich gibt es drei Punkte, die mir wichtig sind und die ich in meinem Beruf kombiniere: Erstens arbeite ich gerne mit Menschen zusammen – im Falle von SW-Entwicklern sind diese vielfach jung und deshalb innovativ und wissensdurstig; ich kann viel von den Jungen lernen. Zweitens liebe ich die Technik und die damit verbundenen Problemstellungen und Innovationen. Und drittens strebe ich den Geschäftserfolg an, denn nichts fasziniert mich mehr als wachsende Geschäfte. Mein Erfolgsrezept ist die Verbindung und Kombination dieser drei Faktoren. Und ich bin überzeugt, dass dies schlussendlich auch unsere Kunden weiterbringen wird.

 

Vielen Dank, Markus, für das spannende Interview. Wir wünschen dir viel Erfolg!

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